Das Gebiet Buchara nimmt beinahe ein Drittel der Fläche ganz Usbekistans ein. Den großen Teil des Territoriums nimmt die Wüste Kysylkum ein, die sich im Nordwesten bis an die Grenze Kasachstans erstreckt. Die Einwohnerzahl des Gebiets beträgt ca 1 Mio Menschen. In der Stadt wohnen ca 250000 Menschen. Buchara ist eine multinationale Stadt, wo Vertreter von über hundert Nationalitäten und Völkerschaften leben.
Buchara hat ein ausgeprägt kontinentales Klima mit einem verhältnismäßig milden Winter und einem heißen Sommer. Die Lufttemperatur erreicht manchmal 50 Grad Celsius. Aber die trockene Luft macht diese Hitze relativ ertragbar. In Buchara zählt man etwa 300 sonnige Tage. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge ist sehr gering und schwankt zwischen 50 und 100 mm. die meisten Niederschläge fallen im Frühling und im Winter.
Die Geschichte der Stadt Buchara
Buchara ist schon mehr als zweieinhalb Tausend Jahre alt und ist eine sensationell legendäre Museumstadt Mittelasiens.
Als eine der ältesten Städte Mittelasiens entstadt Buchara am Unterlauf des Flusses Serafschan. Die ersten schriftlichen Erwähnungenan Buchara fand man in arabischen Chroniken aus dem 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Die ausführlichste Schilderung der Geschichte der Stadt verfaßte Historiker aus dem 10. Jahrhundert - der in Buchara geborene Abubakr Narschachi (899 - 959). Er gibt eine eingeheder Schilderung der Örtlichkeit vor der Entstehung der Stadt und teilt mit, daß es dort zahlreiche Seen, Schilfdickichte und Tiere lebten. Bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts gehörte Buchara zum Kuschanenreich. Im 5. Jahrhundert wurde es von Weißhunnen unterworfen. Bis zum 7.Jahrhundert unserer Zeitrechnung regierten hier die Bucharhudaten. Im 6. Jahrhundert trug die Stadt den sogdischen Namen Numidshgat, im 7.-8. Jahrhunderten - den Namen "Puho, Buho, Buge" . Mitte des 6.Jahrhunderts unterdrückte der Vertreter der Türkenstamme Schiri-Kischwar die Bewegung der armen und niederen Ständen in der Hauptstadt des Unterlaufs des Flüsses Serafschan und gründete in Buchara seine Residenz. Im 7.Jahrhundert eroberten die Araber Ägypten, Palästina, den Iran und rückten gegen Mittelasien vor. 709 erschienen sie vor den Mauern Bucharas und nahmen die Stadt im Sturm. Die ständige Oberherrschaft der Araber über das Land ist mit dem Namen Kutaiba ibn Muslim verknüpft: Kutaiba wurde 705 zum Vizekönig von Chorasan ernannt. Im Jahre 709 führte er sein Heer nach Mauverannachr und bemächtigte er sich Buchara.
Im Jahre 728 beschlossen die Araber die gesamte Bevölkerung zum Islam zu bekennen. Dies hatte einen allgemeinen Aufstand zur Folge, die Araber brauchten mehrere Jahre, um das Land wieder fest in den Griff zu bekommen.
Im Laufe des VIII - IX Jahrhunderts geschahen grosse Umwandlungen, die Stadt wurde verbreitet, man musste sie von den Feinden befestigen. Deshalb wurde 849 - 850 um die Stadt eine neue Mauer mit 11 Toren gebaut. Es gibt noch ein 12. Tor von Buchara - das ist das Herz vom jeder Person, die da geboren ist... Da regierten Tahiriden. Im IX.Jahhundert geriet Buchara unter die Macht der Samaniden, deren Dynastie nach ihrem Gründer Samani genannt wird. Die Samaniden gelangten unter dem Kalifen Ma`mun an die Macht als vier Brüder dieser Familie zu Stadthaltern von Samarkand, Fergana, Tashkent und Herat ernannt wurden. Um die Mitte des IX.Jahrhunderts machten sie sich zu erblichen Herrschern. Die Dynastie der Samaniden hielt sich rund 100 Jahre lang an der Macht. Buchara wurde zum Mittelpunkt eines ausgedehnten Staates, in dem sich Gewerbe, Handel und Kultur schnell und erfolgreich entwickelten. Es entstanden neue Stadtviertel mit Werkstätten und Kaufläden, und die bekanntesten Viertel Bucharas bildeten sich heraus: die Zitadelle Ark, die Innenstadt, der Rabat. Das X. Jahrhundert gilt als Glänzzeit Bucharas. Das Buchara der Samaniden war ferner berühmt für seinen Bücherbasar und die Bibliothek im Palast des Emirs. Ismail Samani, der Herrscher Bucharas, bildete im IX. Jahrhundert den zentralisierten feudalen Staat. In der Zeit der Herrschaft der Samaniendynastie wurde Buchara zum Zentrum der Theologie (der Moslemen) geworden.
Im 2. Jahrtausend seines Bestehens gelangte Buchara unter die Gewalt einer Nomadendynastie, der Karachaniden.
In der zweiten Hälfte des X. Jahrhunderts begannen die Türken nach Südwesten vorzudringen. Ein Familienstreit unter den letzten Samaniden gab einen willkommenen Vorwand zum Eingreifen und 992 rückte der türkische Chan ohne nennenswerten Widerstand in Buchara ein. In dem darauf folgenden Durcheinander waren die Samaniden inzwischen imstande, ihren Besitz herzustellen; aber eine neuerliche Invasion der Karachaniden traf sie in noch schwächere Lage an. Sie traten das ganze Sir - Darya - Becken an die Karachniden und an die Länder südlich des Amu - Darya an Sabuktagin ab und behielten für sich nur ein kleines Gebiet um Buchara. Im Jahre 996 begannen die Türken aus dem gebildeten in Semiretschye und Kaschgar Staat erneut eine Invasion gegen Buchara. Und im Oktober 999 zog Ilak Abu-Nasr, den Karachaniden - Stadthaltern von Samarkand in Buchara und machte der Samaniden Herrschaft in Transoxanien ein Ende. Die Türkisierung des Landes wurde im raschen Tempo fortgeführt.
Karachniden regierten von 999 bis 1141, bis die Horden anderer Nomadestämme, die Karakitai, in die Stadt eindrangen. 1220 unterwarf Dshingischan die Stadt nach einer hartnäckigen Belagerung und gab sie den Siegern zur Plünderung frei. Es wurde viel zerstört, verbrannt und vernichtet. Unikale Schätze der vorherigen Zivilisationen waren für die Ewigkeit verschwunden. Mit den Jahren erholte sich die Stadt langsam von dieser Tragödie. Handel und Gewerbe kamen wieder in Fluß. In der 2. Hälfte des XIV. Jahrhunderts gründete Timur Leng (Tamerlang), einer der Nachkommen Tschingishans, in Mittelasien einen großen, mächtigen Staat, dem Buchara 1370 angegliedert wurde. Einen weiteren Ausstieg erlebte Buchara zu Beginn des XV. Jahhunderts unter Timurs Enkel Ulugbek. Bucharas nächste Herrscher, die Scheibaniden, waren seßhaft gewordener usbekischer Nomadenstämme. Unter ihnen wurde die Stadt Mitte des XVI. Jahrhunderts zur Metropol eines Staates, der die Bezeichnung Chanat Buchara erhielt. In Buchara der Scheybaniden erlebte die Wirtschaft einen Aufschwung, die Handelsbeziehungen erstarkten, das Handwerk blühte auf und der Bautätigkeit wurde grosse Aufmerksamkeit geschenkt.
1740 wurde das Chanat von Persenschach Nadir unterworfen. Er setzte in Buchara als seinen Statthalter einen Vertreter der einheimischen Feudalen, Muhammed Rahim ein, der sich aber einige Jahre später dem Schach widersetzte und zum Emir von Buchara erklärte. das war Beginn einer neuen Dynastie der Mangiten, die Buchara bis 1920 regierten...
Am 23. Juni 1868 kam zwischen Russland und Buchara ein Vertrag zustande, laut dem das Chanat Buchara dem russischen Reich in der Stadt Krankenhäuser, Apotheken und Schulen eingerichtet. Dennoch hat Russlands Protektorat der feudalen Unterdrückung in Buchara kein Ende gesetzt...
Das heutige Buchara ist ein bedeutendes Kulturzentrum. Von allen mittelasiatischen Städten ist Buchara die reichste an Baukunstwerken verschiedener Epochen. Sie kann mit vollem Recht als Freilichtmuseum bezeichnet werden.
Links zum Thema:
1. Buchara - Allgemeine Angaben
2. Internet Power Point Präsentation
3. Deutsch Usbekische Gesellschaft
5. Usbekistan in Germany
6. Internettfilm über Buchara
7. Historisches Zentrum von Buchara
Sehenswürdigkeiten Bucharas:
Das Minarett Kalon (-XII-)
Das Minarett Kalon wurde 1127 (-29) von Arslan - Chan errichtet. Es ist gewissermaßen das Wahrzeichen der Stadt. Usprünglich war an seiner Stelle ein Minarett mit holzerner Überdachung errichtet worden. Nach dem Zeugniss der Zeitgenossen war es ein sehr hohes und schönes Bauwerk. Bei diesem Bauwerk wurden jedoch techniasche Fehler begangen, so dass es bald zusammenstürzte. Nach der Beseitigung der Trümmer befahl Arslan - Chan den Bau eines neuen Minaretts - fest und schön, wie es zu jener Zeit weder in Buchara, noch in anderen Städten des moslemischen Orients eines gab. Einer Legende nach sollte der Baumeister aus Buchara verschwunden sein und sich über 2 Jahre nicht in die Stadt gezeigt haben. Dieser Baumeister hatte das Fundament mit einer Lösung aus Alebaster und Kamelmilch ausgelegt. Der Emir trieb zur Eile an, der Mörtel musste jedoch erst genügend erhärten. Und es bedurfte ausserdem einer gewissen Zeit, bis sich das Fundament gesetzt hatte. Der Meister nahm die Bautätigkeit erst wieder auf, nachdem er sich überzeugt hatte, dass der Mörtel hart genug war. 46 Meter hoch erhebt sich das Minarett Kalon über der Stadt. Sein sich nach oben verjungender Schaft trägt eine Rotunde mit 16 Kielbogen. Darunter umgibt das Minarett ein Mugarnetkranz. Vom Fusse bis zur Spitze umgürten das Minarett dekorative Muster der Ziegelmauerung. Die Gürtel sind durch Hochkant gestellte Ziegel von einander getrennt. Jeder Streifen hat sein eigenes Ornament. Es zeugt vom meisterlichen Können der Maurer. Sie vermochten die scheinbarbegrenzten dekorativen Möglichkeiten des Bocksteins wunderbar zu nutzen. Der untere Teil des Minaretts wurde restauriert und von den späteren Endschichten befreit. Er hat die Forn eines Zehnecks. Im Inneren des Minaretts befindet sich eine Treppe. Man kann auf diese Treppe vom Dach der Moschee Kalon gelangen. 105 Wendeltreppenstufen führen zur Rotunde. Von dieser Rotunde rief einstmals ein Chor von Moscheedienern die Gläubigen zum Gebet. Aber das war nicht allein die Bestimmung des Minaretts. In 8. Jahrhunderten seines Bestehens diente es als Wach- und Leuchttur für die Karawanen. Im XVIII. und XIX. Jahrhundert geriet das Minarett als "Todesturm" im Verruf. Auf Befehl des Emirs wurden zum Tode verurteilte vom Minarett hinabgeworrfen. Die letzte derartige Hinrichtung ist 1884 vollzogen worden. Es gab jedoch eine Person, die den Absturz vom Minarett überlebt hatte - es werden in Buchara darüber Legenden erzählt - das war eine Frau - ihre Kleider hatten als eine Art vom Fallschirm gedient. Zu jener Zeit gab es ehrlich gesagt gar keine Fallschirme.
Die Moschee Magoki Attori (-VIII-IX-X-XII-)
Im Herzen der Altstadt Bucharas befindet sich die Moschee Magoki Attori...
Die Geschichte der Stadt ist sehr umfangreich. Wir werden in der Zukunft das Thema konstruktiv und detalliert in unserem Homepage darstellen.
Coming soon...
... Legenden Bucharas
... Bescheibung der Sehenswürdigkeiten und ihre Geschichten
... Tourismus
... Die Grosse Seidenstraße
... Die bekanntesten Vertreter Bucharas
